Prof. Dr. Andreas Warnke und Dr. Kirsten Müller-Vahl

 

Liebe Mitglieder der Tourette-Gesellschaft Deutschland, liebe Freunde!

Am Samstag, den 22. Oktober 2005, hat unsere Jahrestagung an der Universität in Würzburg stattgefunden. Die am Vormittag durchgeführte Mitgliederversammlung war leider, wie auch schon in den vergangenen Jahren, etwas "dünn" besucht, eine regere Teilnahme unserer Mitglieder hätten wir uns gerne gewünscht. Gerade auf den Mitgliederversammlungen geht es um die unmittelbaren Interessen unserer Gesellschaft und welche Vorstellungen, Wünsche und Kritiken Sie als Mitglieder haben. Wir hätten uns gerne mit mehr Mitgliedern ausgetauscht.

Im nächsten Jahr wird unsere Tagung das erste Mal in einem der neuen Bundesländer durchgeführt werden, an der Universitätsklinik in Jena. An dieser Stelle schon die große Bitte an alle Mitglieder, zahlreich zu  erscheinen. Es finden im Jahr 2006 auch die Neuwahlen zum Vorstand statt und jeder, der Interesse hat, sich für diese Aufgabe einzusetzen, wird gebeten, sich zur Wahl zu stellen. Nehmen Sie bitte alle Ihr Stimmrecht wahr und vor allem, teilen Sie dem Vorstand die Wünsche mit, die Ihnen am Herzen liegen!

 

Nun zu den inhaltlichen Themen der Mitgliederversammlung:

1.  Der Bericht des Vorstandes hat gezeigt, dass die Tourette-Gesellschaft Deutschland ein arbeitsreiches Jahr hinter sich hat und die Aufklärung unserer Mitmenschen ganz oben stand, sei es nun auf Ärztekongressen, bei den Selbsthilfegruppen, Unterstützung der Forschung und vielem mehr.

2.  Das Protokoll über die MV hat der Mitbegründer der TGD, Herr Rainer Fischer, geführt. An dieser Stelle unseren Dank an ihn, dass er sich für diese doch sehr arbeitsintensive Aufgabe zur Verfügung gestellt hat. Der Bericht des Vorstands und das Protokoll werden Ihnen mit dem Weihnachtsrundbrief übersandt werden.

3.  Herr Wolf Hartmann, unser Kassenwart, legte unseren Kassenbericht für jedes Mitglied transparent dar und erläuterte jeden Posten ausführlich. Für das laufende Geschäftsjahr 2005 wurden alle Buchungsposten bis zum Stichtag 30.09. vorgelegt und erörtert. Der Bericht des Kassenprüfers, der leider nicht selbst an unserer MV teilnehmen konnte, wurde verlesen und eine ordnungsgemäße und sehr ordentliche Buchführung bescheinigt. Fazit, wir sind sehr behutsam mit unseren Geldern umgegangen und stehen auch für die Zukunft finanziell recht gut da. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

4.  Michael Pöllen hat über sein Befinden vor und nach der Tiefenhirnstimulation  gesprochen. Es wurden viele Fragen gestellt, die er aus seiner Sicht klar und umfangreich beantworten konnte. Wir werden Herrn Pöllen bitten, seine Erfahrungen kurz schriftlich zu skizzieren und im nächsten Rundbrief zu veröffentlichen.

Der Hörsaal zu unserer Vortragsveranstaltung am Nachmittag war erfreulich gut besetzt. Herr Prof. Warnke (Uni Würzburg) gab uns Einblicke in das Tourette-Syndrom bei Kindern und sprach über die Probleme, die für Familien mit den am Tourette-Syndrom erkrankten Kindern entstehen können. Unser Mitglied Kerstin Kilian sprach sehr sensibel über ihren Alltag und der Bewältigung dieser Krankheit.

 


Blick in den Hörsaal

 

Frau Dr. Müller-Vahl (MH Hannover) referierte über interessante Neuigkeiten aus der Forschung, so z.B. über die Unterschiede der Anatomie der Gehirne von TS-Erkrankten gegenüber gesunden Probanden und Herr Bernhard Beck (Arbeitsamt Würzburg) über die Möglichkeiten behinderter Menschen bei der Arbeitsvermittlung.  

.

 


Prof. Dr. Warnke und Dr. Kirsten Müller-Vahl

 


Bernhard Beck von der Agentur für Arbeit Würzburg

 

Wir hoffen, alle Vorträge noch in schriftlicher Form zu erhalten und werden diese sodann allen Mitgliedern zukommen lassen.

Unser Ehrenvorsitzender, Herr Prof. Rothenberger, führte von 14.00 Uhr an bis zur Kaffeepause durch das Programm und beantwortete auch viele an ihn gestellte Fragen. Ab 15.30 Uhr moderierte Herr Prof. Warnke und beendete auch die Veranstaltung.

 


Michael Pöllen im Gespräch mit Tagungsgästen

 

Danken möchten wir allen, die zu unserer Veranstaltung gekommen sind und auch eine weite Anreise nicht gescheut haben. Ihre  Teilnahme, insbesondere die interessanten Fragen zu den Vorträgen, haben unsere Tagung bereichert und zum Erfolg werden lassen.

Besonders erfreut hat uns die große Zahl von jungen Menschen, ob nun selbst am Tourette-Syndrom erkrankt oder an dieser Krankheit interessiert. Der Austausch dieser jungen Menschen untereinander und die neu geknüpften Freundschaften geben uns Hoffnung für eine stabile Zukunft unserer Gesellschaft.

Ein großes Dankeschön an die Selbsthilfegruppe Würzburg für die tolle Organisation vor Ort und an die Kaufleute von Würzburg, die die Arbeit der Selbsthilfegruppe durch ihre Spenden an Spielmaterial und Süßigkeiten für unsere Kinderbetreuung so toll unterstützt haben.

 



Im Hörsaal 1 der Philosophischen Fakultät Würzburg,
in dem die Jahrestagung der Tourette-Gesellschaft stattfand:

Tourette-Betroffene, Angehörige, Wolf Hartmann und Michaela Flecken (Mitte),
Silvia Viertel (rechts außen sitzend) und Tagungsgäste

 

Mit freundlichen Grüßen
Silvia Viertel
Michaela Flecken
Wolf Hartmann

 

zur vorhergehenden Seite