Teilnahme der TGD am DGPPN-Kongress 2004 in Berlin
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In der Zeit vom 24. bis 27. November 2004 fand der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) im Berliner ICC (Internationales Congress Centrum) statt. Dieser Kongress ist die größte Fachtagung von Ärzten für den Bereich Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Deutschland. In diesem Jahr war die Tourette-Gesellschaft an einem Gemeinschaftsstand zusammen mit der DGZ e.V. (Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen) und der Infostelle Trichotillomanie vor Ort. Wolf Hartmann berichtet.
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Wolf Hartmann und Silvia Viertel

 

Angelockt von der Aussicht, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) bei 4.000 Psychiatern und Neurologen auf das Tourette-Syndrom aufmerksam machen zu können, begab ich mich mit über 20 kg Infomaterial zum Tourette-Syndrom auf den Weg nach Berlin. Dort im ICC angekommen, stellte ich schnell fest, dass die Tourette-Gesellschaft Deutschland wahrlich nicht die einzige Organisation war, die auf ein Krankheitsbild aufmerksam machen wollte. Insgesamt waren rund 100 Aussteller mit Ständen dort präsent. Die großen Stände waren von der Pharmaindustrie gemietet, Buchverlage, Kliniken und einige Selbsthilfeorganisationen waren auch vor Ort. Wir hatten unseren bescheidenen Gemeinschaftsstand mit der DGZ e.V. und der Infostelle Trichotillomanie am hinteren Ende der Ausstellungsfläche. Mithin waren unsere Bedingungen nicht die besten.

 

Nachdem am ersten von vier Tagen von den Ärzten nur mäßiges Interesse unseren Informationen zum Tourette-Syndrom entgegen gebracht worden war, galt es selbst aktiv zu werden. Dank der Mithilfe von 5 Mitgliedern der Tourette-Gesellschaft konnten wir es leisten, mit unseren Flyern durch die Foyers zu wandeln, die Ärzte direkt auf das Tourette-Syndrom anzusprechen und an unseren Stand zu "locken". In der Ansprache von Ärzten erwies sich unsere Vorsitzende, Silvia Viertel, die am Samstag vor Ort war, als wahre Meisterin. "Kennen Sie das Tourette-Syndrom?", mit dieser Frage stellte sie sich vorbei hastenden Ärzten in den Weg. Auf die Standardantwort der Ärzte "am Rande" folgte ein eindeutiger Hinweis, dass an unserem Stand alle Informationen auslägen, die Ärzte brauchen, um Tourette zu erkennen und eine Behandlung zu beginnen. Dank dieser offensiven Strategie waren am Ende der vier Kongresstage fast alle fachlichen Informationen an die Ärztin oder den Arzt gebracht, und ich konnte mit deutlich leichterem Gepäck die Rückreise antreten.

 

Allen Mitgliedern, die mich vor Ort unterstützt haben, danke ich herzlich. Diese vier Tage in Berlin waren ein gelungener Testlauf für die Präsenz unserer Gesellschaft auf Ärztetagungen. Weil Aufklärung gerade auch bei der Ärzteschaft wichtig ist, werden wir uns im kommenden Jahr zumindest an einem weiteren Kongress dieser Art beteiligen.

 

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Wolf Hartmann (Kassenwart der TGD e.V.)