Teilnahme
der TGD am DGPPN-Kongress 2004 in
Berlin
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Angelockt
von der Aussicht, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie,
Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) bei 4.000 Psychiatern und Neurologen
auf das Tourette-Syndrom aufmerksam machen zu können, begab ich mich mit über
20 kg Infomaterial zum Tourette-Syndrom auf den Weg nach Berlin. Dort im ICC angekommen,
stellte ich schnell fest, dass die Tourette-Gesellschaft Deutschland wahrlich
nicht die einzige Organisation war, die auf ein Krankheitsbild aufmerksam
machen wollte. Insgesamt waren rund 100 Aussteller mit Ständen dort präsent.
Die großen Stände waren von der Pharmaindustrie gemietet, Buchverlage, Kliniken
und einige Selbsthilfeorganisationen waren auch vor Ort. Wir hatten unseren
bescheidenen Gemeinschaftsstand mit der DGZ e.V. und der Infostelle
Trichotillomanie am hinteren Ende der Ausstellungsfläche. Mithin waren unsere
Bedingungen nicht die besten.
Nachdem
am ersten von vier Tagen von den Ärzten nur mäßiges Interesse unseren
Informationen zum Tourette-Syndrom entgegen gebracht worden war, galt es selbst
aktiv zu werden. Dank der Mithilfe von 5 Mitgliedern der Tourette-Gesellschaft
konnten wir es leisten, mit unseren Flyern durch die Foyers zu wandeln, die
Ärzte direkt auf das Tourette-Syndrom anzusprechen und an unseren Stand zu
"locken". In der Ansprache von Ärzten erwies sich unsere Vorsitzende,
Silvia Viertel, die am Samstag vor Ort war, als wahre Meisterin. "Kennen
Sie das Tourette-Syndrom?", mit dieser Frage stellte sie sich vorbei
hastenden Ärzten in den Weg. Auf die Standardantwort der Ärzte "am
Rande" folgte ein eindeutiger Hinweis, dass an unserem Stand alle
Informationen auslägen, die Ärzte brauchen, um Tourette zu erkennen und eine
Behandlung zu beginnen. Dank dieser offensiven Strategie waren am Ende der vier
Kongresstage fast alle fachlichen Informationen an die Ärztin oder den Arzt
gebracht, und ich konnte mit deutlich leichterem Gepäck die Rückreise antreten.
Allen
Mitgliedern, die mich vor Ort unterstützt haben, danke ich herzlich. Diese vier
Tage in Berlin waren ein gelungener Testlauf für die Präsenz unserer
Gesellschaft auf Ärztetagungen. Weil Aufklärung gerade auch bei der Ärzteschaft
wichtig ist, werden wir uns im kommenden Jahr zumindest an einem weiteren
Kongress dieser Art beteiligen.
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Wolf Hartmann (Kassenwart der TGD e.V.)