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102. Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
Über drei
Tage hatten Silvia und ich, tatkräftig unterstützt von meinem Ehemann,
die Möglichkeit, das Tourette-Syndrom den Kinder- und Jugendärzten,
Therapeuten, Pflegepersonal und interessierten Bürgern näher zu bringen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, alle 34 gemeinnützigen Verbände
waren im ersten Obergeschoss des Philosophikums mit ihren Info-Ständen
untergebracht und der Zulauf dort war eher mäßig, konnten wir, über den
ganzen Campus verteilt, Infomaterial auslegen und direkt Kontakt mit
Teilnehmern des Kongresses aufnehmen. Über Großleinwände wurde in den Hörsälen
auf die gemeinnützigen Verbände im ersten Obergeschoss hingewiesen. Mehr
Werbung konnten wir uns nicht mehr wünschen.
Leider
mussten wir jedoch feststellen, dass die Kinderärzte, die doch die erste
Anlaufstelle für besorgte Mütter und Väter sind, kein so großes
Interesse am Tourette-Syndrom hatten. "Kenn' ich schon, Infomaterial
brauch ich nicht, ist in meinem Bereich kein Thema", waren häufige
Antworten. Hartnäckig, wie wir nun aber einmal sind, haben wir uns jedem
Besucher in den Weg gestellt, einen Flyer in die Hand gedrückt und so
doch viele Menschen an unseren Infotisch gelockt, aufgeklärt und Kontakte
geknüpft. Besonders bemerkenswert fand ich den Einsatz von Kindernetzwerk
e.V.; erstmals in der Geschichte ist es dem Verein gelungen, auf einem
wissenschaftlichen Kongress eine Vortragsreihe zu verschiedenen Themen
anbieten zu können, die auch von den Medizinern rege besucht wurde.
Themen waren u.a. "Kinder werden erwachsen – Versorgung von
Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit chronischen Krankheiten". Meinen
Dank an dieser Stelle an den Kongress-Präsidenten, Herrn Prof. Zepp, der
sich sehr für die gemeinnützigen Verbände einsetzte, mit jedem ein persönliches
Gespräch führte, nach Wegen suchte, die Kongressteilnehmer an die
Infotische der Verbände zu locken und bei den Vorträgen von
Kindernetzwerk persönlich zugegen war. Michaela
Flecken
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