102. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
vom 14.-17. September 2006, Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Über drei Tage hatten Silvia und ich, tatkräftig unterstützt von meinem Ehemann, die Möglichkeit, das Tourette-Syndrom den Kinder- und Jugendärzten, Therapeuten, Pflegepersonal und interessierten Bürgern näher zu bringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, alle 34 gemeinnützigen Verbände waren im ersten Obergeschoss des Philosophikums mit ihren Info-Ständen untergebracht und der Zulauf dort war eher mäßig, konnten wir, über den ganzen Campus verteilt, Infomaterial auslegen und direkt Kontakt mit Teilnehmern des Kongresses aufnehmen. Über Großleinwände wurde in den Hörsälen auf die gemeinnützigen Verbände im ersten Obergeschoss hingewiesen. Mehr Werbung konnten wir uns nicht mehr wünschen.  

 

 

 

 

 

 

 

Leider mussten wir jedoch feststellen, dass die Kinderärzte, die doch die erste Anlaufstelle für besorgte Mütter und Väter sind, kein so großes Interesse am Tourette-Syndrom hatten. "Kenn' ich schon, Infomaterial brauch ich nicht, ist in meinem Bereich kein Thema", waren häufige Antworten. Hartnäckig, wie wir nun aber einmal sind, haben wir uns jedem Besucher in den Weg gestellt, einen Flyer in die Hand gedrückt und so doch viele Menschen an unseren Infotisch gelockt, aufgeklärt und Kontakte geknüpft. Besonders bemerkenswert fand ich den Einsatz von Kindernetzwerk e.V.; erstmals in der Geschichte ist es dem Verein gelungen, auf einem wissenschaftlichen Kongress eine Vortragsreihe zu verschiedenen Themen anbieten zu können, die auch von den Medizinern rege besucht wurde. Themen waren u.a. "Kinder werden erwachsen – Versorgung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit chronischen Krankheiten".

 

Meinen Dank an dieser Stelle an den Kongress-Präsidenten, Herrn Prof. Zepp, der sich sehr für die gemeinnützigen Verbände einsetzte, mit jedem ein persönliches Gespräch führte, nach Wegen suchte, die Kongressteilnehmer an die Infotische der Verbände zu locken und bei den Vorträgen von Kindernetzwerk persönlich zugegen war.

 

Michaela Flecken