DGPPN-Kongress vom 21.-24. November 2007 in Berlin Am DGPPN-Kongress 2007 nahmen ca. 7200 Personen teil. Das entspricht einem Zuwachs von 13,8% gegenüber dem Vorjahr. Und wir waren an allen Tagen mit einem Info-Stand dabei. Die ersten beiden Tage bewältigten wir, Ewald Flecken und ich, die große Zahl der Besucher gemeinsam mit Antonia Peters von der DGZ (Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen) und Wolf Hartmann, Geschäftsführer der DGZ und zweiter Vorsitzender der TGD. Donnerstag, der 22.11., war der Haupttag für uns, mit vielen interessanten Vorträgen zum Tourette-Syndrom. Herr Prof. Dr. Müller, Universität München, referierte unter anderem über die Lebensgeschichte des Georges Gilles de la Tourette und wie es zu der Namensgebung der Erkrankung kam. Schon früh am Morgen fanden die ersten Vorträge unter Vorsitz von Herrn Dr. Rössner, Universität Göttingen, statt. Dr. Rössner hielt einen Vortrag über das Thema „Tourette-Syndrom mit und ohne ADHS-assoziierte psychische Probleme“ und über „Funktionelle Bildgebung bei Tourette-Patienten“ stellvertretend für Frau Dr. Neuner, die wegen Erkrankung am Kongress leider nicht teilnehmen konnte. Herr Dr. Kawohl von der Klinik für Sozialpsychiatrie in Zürich sprach über die „Rolle von atypischen Neuroleptika in der Therapie des Gilles de la Tourette-Syndroms“. Dr. Kawohl und Frau Dr. Müller-Vahl, MH Hannover, die am Nachmittag ebenfalls über Behandlungsmöglichkeiten beim Tourette-Syndrom referierte, bedauerten beide, dass es keine Vergleichsstudien zur medikamentösen Therapie gibt und die Pharmaindustrie kein Interesse daran zeigt.
Prof. Dr. A. Rothenberger und Michaela Flecken
Am Nachmittag war dann auch der Besucherandrang zu den einzelnen Vorträgen größer als am Vormittag. Unter dem Vorsitz von Frau Dr. Müller-Vahl und Herrn Prof. Dr. Müller fanden noch vier weitere interessante Vorträge zum TS statt. Herr Dr. Rössner referierte über „Diagnose und Differentialdiagnostik des TS“ und Frau Dr. Dehning, Psychiatrische Klinik München, über „Experimentelle Therapieformen bei Tourette-Syndrom“ und die erste, in München erfolgreich durchgeführte Tiefenhirnstimulation. Am Samstag war letzteres auch Thema in einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Sturm (Universität Köln). Zwei interessante Postervorstellungen der Universität Zürich und MH Hannover rundeten diesen, für uns sehr erfolgreichen Kongress ab. Hunderte von Flyern und viel Infomaterial gingen über unseren Tisch. Interessante Gespräche mit Medizinern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark belebten die Arbeit an unserem Info-Stand und wir hoffen, diese Kontakte über den Kongress hinaus aufrecht erhalten zu können. Auch unsere Ärzteliste konnten wir erweitern. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die der Tourette-Gesellschaft Deutschland diesen erfolgreichen Kongress ermöglicht haben, besonders bei allen Referenten und Herrn Prof. Dr. Schneider vom Universitätsklinikum Aachen. Für uns steht fest, die TGD wird auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Michaela Flecken |