Internationales Congress Centrum Berlin


Teilnahme der TGD am DGPPN-Kongress 2009 in Berlin

Bericht von Hermann Krämer

Das Leitthema des diesjährigen DGPPN-Kongresses vom 25. bis 28. November 2009 in Berlin lautete "Psychische Erkrankungen in der Lebensspanne" mit mehr als 580 Veranstaltungen und fast 2.000 Präsentationen. Präsidentensymposien wurden abgehalten zu den Themen

- Ethik und Psychiatrie,
- Perspektiven der Psychiatrieforschung,
- Psychiatrie transkulturell: als Psychiater in fremden Kulturen.

Beim Forum European Leaders diskutierten zehn führende Vertreter der europäischen Psychiatrie aus acht Ländern zum Thema "Psychiatry in Europe".

.

.

Der DGPPN-Kongress erlebte einen wahren Besucheransturm: 8.612 Wissenschaftler und Ärzte, daneben auch über Pressevertreter und interessiertes Laienpublikum informierten sich bei Europas größtem Psychiatrie-Kongress. Die Veranstalter werteten den Kongress als außerordentlichen Erfolg. Auffällig war der hohe Anteil an Medizinstudenten und jungen Wissenschaftlern.

Am Freitag, den 27.11. 2009, fand ein Symposium zum Tourette-Syndrom und assoziierten Störungen und deren medikamentöse Behandlung statt, schätzungsweise 50 Ärzte haben daran teilgenommen. Eine Auswahl der Vorträge:

Die Rolle der Neuroleptika in der Behandlung des Tourette-Syndroms (Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Hannover),

N
eurobiologie des Tourette-Syndroms (Irene Neuner, Aachen),

Aufmerksamkeitsfunktionen bei Patienten mit Tourette-Syndrom und komorbider ADHS (Ellen Greimel, Aachen),

A
tomoxetin in der Behandlung des Tourette-Syndroms – mit und ohne Komorbiditäten (Andrea Ludolph,Ulm).

.


Michaela Flecken und Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl an unserem Infostand

.

Die Tourette-Gesellschaft Deutschland (TGD) war auch dieses Jahr wieder mit einem Informationsstand auf dem DGPPN-Kongress vertreten. Viele Gespräche haben sich ergeben mit Vertretern von Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfeinitiativen, Pharmaunternehmen sowie Psychiatern/Neurologen (m+w). Wir haben zahlreiche Fragen bantwortet und viele TGD-Infomaterialien an Fachärzte, aber auch Studenten und Pflegepersonal weitergegeben. Wir hoffen, dass wir auf dem Weg, die Situation der Tourette-Betroffenen durch Information und Aufklärung zu verbessern, wieder ein Stück vorangekommen sind.  

Am Informationsstand der TGD in Berlin: Michaela und Ewald Flecken, Melanie Bödeker, Hermann Krämer.

 


.