v.l.n.r.: Lars Scheimann (SHG Duisburg) mit Frau Birgit, Antonia Peters (DGZ), Wolf Hartmann (2. Vorsitzender der TGD), Frank Bornemann (SHG Osnabrück), Ewald Flecken, Gabi Richter (SHG Soltau), hintere Reihe v.l.n.r.: Berthold Schmitt (SHG Würzburg), Lutz Friedrichsen (Kassenwart der TGD), Bettina Neitzke (SHG Ruhrgebiet), Melanie Bödeker (SHG Ruhrgebiet)

SHG-Leitertreffen am 21. und 22. Juni 2008 in 37308 Heiligenstadt

Erstmals haben wir in diesem Jahr zu einem Wochenendseminar für SHG-Leiter eingeladen, und ich kann schon voranstellen, es war ein voller Erfolg. Pünktlich um 14.00 Uhr konnte ich im kleinen Seminarraum des Hotels alle Teilnehmer begrüßen und das waren: Gabi Richter aus Soltau, Frank Bornemann aus Osnabrück, Melanie Bödeker aus Herne, Bettina Neitzke aus Dortmund, Berthold Schmitt aus Würzburg und Lars Scheimann mit seiner Frau Birgit aus Duisburg. Alle drei Vorstandsmitglieder der TGD  (Wolf Hartmann, Lutz Friedrichsen und ich), mein Mann, der uns als Sozialarbeiter a.D. auch ein paar nützliche Tipps geben konnte, sowie Antonia Peters, Vorsitzende der DGZ (Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen) als unsere Referentin, machten unsere Runde komplett.

Nachdem ich alle begrüßt hatte, stellte jeder Teilnehmer sich und seine SHG-Arbeit kurz vor. "Empowerment in der Selbsthilfe", das war das Thema unseres Nachmittags unter der Leitung von Antonia Peters. Warum haben wir eine SHG gegründet, was erwarten wir von unseren Mitgliedern, was erwarten wir von uns selbst, was wünschen wir uns für unsere Arbeit und was können wir verbessern.

Dies waren die Themen, die wir diskutierten und schriftlich festhielten. Wir setzten uns intensiv mit uns und unserer Arbeit auseinander. Bessere Aufklärung in den Schulen und bei der Ärzteschaft, mehr Akzeptanz in der Gesellschaft, Zulassung von alternativer Medizin, wie z.B. Dronabinol durch die Krankenkassen und der Wunsch nach mehr Zulauf in den einzelnen Selbsthilfegruppen waren die wichtigsten Zielvorstellungen. Wie kann ich meine Selbsthilfearbeit verbessern, den Gruppenabend besser strukturieren, neue Teilnehmer gewinnen, und sind Regeln für die Gestaltung des Gruppenabends sinnvoll?

Lebhaft haben wir uns zu den einzelnen Punkten ausgetauscht, die Meinungen aller angehört und wertvolle Anregungen für unsere Arbeit vor Ort mit nach Hause genommen. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an unsere Referentin, Frau Antonia Peters, für die Leitung und Führung durch all unsere oft heftigen Diskussionen.

Auch über "Cannabis in der Medizin", ein Thema, mit dem sich Lars und seine Frau Birgit beschäftigen, wurde hart und kritisch diskutiert. Als überzeugter Kämpfer setzt Lars seine ganze Energie ein, dass in Deutschland THC zugelassen wird und die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Da wir uns fest vorgenommen haben, weiter im Austausch zu bleiben, werden wir von Lars und seiner Frau Birgit weiter über die neueste Entwicklung informiert.


v.l.n.r.: Bettina, Melanie, Lars, Wolf, Gabi, Berthold, Ewald

Schnell war der Nachmittag vorüber und wir trafen uns nach einer kurzen Pause zum gemeinsamen Abendessen in einem benachbarten Restaurant. Bei diesem geselligen Beisammensein lernten wir uns alle noch besser kennen, tauschten weitere Informationen aus und diskutierten bis in die späte Nacht hinein über all die Dinge, die uns beschäftigen. Todmüde fielen wir kurz vor Mitternacht ins Bett.

Nach dem Frühstück trafen wir uns am nächsten Morgen gegen 10.00 Uhr wieder im kleinen Konferenzraum und ließen den gestrigen Nachmittag Revue passieren. Noch offene Fragen wurden gestellt, die Teilnahme an unserer diesjährigen großen Jahrestagung besprochen und Anregungen für die Gestaltung eines Flyers für die SHG-Arbeit mit nach Hause genommen.


v.l.n.r.: Melanie, Bettina, Frank, Gabi

Für alle Teilnehmer stand am Schluss fest, es war ein wunderbares Wochenende, mit vielen Eindrücken und wertvollen Informationen. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder ein Wochenende gemeinsam verbringen und würden uns über eine größere Teilnehmerzahl sehr freuen. Gerade das persönliche Kennenlernen und der Austausch untereinander ist für die Arbeit vor Ort sehr wertvoll. Gerne nehmen wir die Einladung von Lars und Birgit Scheimann an und sehen uns Anfang Juli 2009 in Duisburg wieder. Ich freue mich sehr auf Euch alle!

Herzliche Grüße
Michaela Flecken