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Treffen
der SHG-Leiter/innen der TGD vom 08. bis 09.05.2010 in Soltau
Dieses Jahr fand das Treffen der SHG-Leiter/innen der TGD vom 08.05. bis
09.05 2010 bei Gabi Richter in Soltau statt. Da ich persönlich noch nicht
so lange bei der SHG Hannover mitmische, waren meine Erwartungen doch sehr
groß. Die Idee, unseren SHG-Leiter in Sachen "schulische
Belange" zu unterstützen, kreist schon etwas länger in meinem Kopf
und da ich durch meinen Sohn sozusagen mittendrin stecke, möchte ich
versuchen, mit unseren vielen positiven Erfahrungen anderen zu helfen und
Mut zu machen. Maßnahmen, wie z.B. der Nachteilsausgleich, Auszeiten bei
TSlern oder einfach auch nur eine schriftliche Diagnose, sind nach meiner
bisherigen Erfahrung noch nicht bei allen Eltern bekannt. Ich habe die
Hoffnung, mein Sohn Chris ist das beste Beispiel dafür, dass auch andere
betroffene Kinder eine möglichst glückliche und vorurteilsfreie
Schulzeit erleben können. Da ich an einer Grundschule arbeite, bekomme
ich tagtäglich mit, wie wichtig Aufklärung und Verständnis sind.
Es waren die SHG-Leiter/innen und telefonischen Ansprechpartner/innen
folgender Städte bzw. Regionen anwesend: Hannover, Dortmund, Ruhrgebiet,
Stendal, Leipzig, Hamburg, Stuttgart, Aachen, Soltau und Osnabrück. Mit
so vielen Mitstreitern an einem Tisch zu sitzen, war für mich eine große
Bereicherung. Herzlich wurde ich von jedem Einzelnen in die Runde
aufgenommen. Neben vielen konstruktiven Gesprächen, unterschiedlichen
Meinungsbildern, vielen verschiedenen Charakteren, aber auch hitzigen
Diskussionen, haben wir immer einen Kontext gefunden.
Das Treffen lief unter dem Motto "Tourette und Lebensqualität".
Eingeladen war Frau Prof. Dr. Müller-Vahl, TS-Expertin aus Hannover. Zu
Beginn ihres Vortrages sagte Frau Müller-Vahl einen Satz, den ich persönlich
als sehr richtig und wichtig empfinde: "Wie Lebensqualität mit aber
auch ohne Tourette definiert wird, ist rein subjektiv". Nicht jeder
TSler, der ein ausgeprägtes motorisches oder verbales Ticbild hat, büßt
automatisch an Lebensqualität ein. Sie stellte uns verschiedene ältere,
wie auch neuere tourettische Statistiken/Studien aus unterschiedlichen Ländern
vor. Die neueste Studie, an der sie persönlich mitgearbeitet hat, umfasst
eine Auswertung von ca. 500 befragten TSlern. Per Fragebogen wurden
verschiedene Punkte, so z.B. Tic-Häufigkeit, Intensivität, Wirkung auf
die Umwelt etc. erfragt. Bei einer anderen Studie wurde z.B. gefragt, ob
die Patienten nach "Habit
Reversal Training" [Verlinkung zu Wikipedia] eine deutliche
Verbesserung ihrer Lebensqualität empfinden. Interessanterweise haben
viele Probanden angegeben, durch dieses Training zwar eine Verminderung
des Ticbildes zu erfahren, aber nicht eine Verbesserung der Lebensqualität.
Ergo: Das äußere sichtbare Ticbild sagt nichts über die innere
Zufriedenheit und damit über die eigene Lebensqualität aus. Wie und was
genau in den hier genannten und weiteren Studien erfragt und erfasst
wurde, ist in ihrem Buch "Tourette-Syndrom und andere
Tic-Erkankungen" nachzulesen.
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Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich beim Vorstand der TGD für die
gelungene Organisation bedanken. Selbstverständlich gilt mein Dank auch
Gabi Richter für ihre liebevolle Bewirtung und ihre Gastfreundlichkeit.
Elke (SHG
Hannover)
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