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Treffen
der SHG-Leiter/innen der TGD vom 07. bis 08.05.2011 in Herne
Dieses Jahr fand das SHG-Leitertreffen der TGD in Herne statt. Die SHG
Ruhrgebiet unter der Leitung von Andreas Bödeker und die SHG Dortmund für
Erwachsene unter der Leitung von Günther Neitzke, hatten das Treffen in
diesem Jahr organisiert. Ich reiste bereits am Freitag an, um am
SHG-Treffen der SHG Ruhrgebiet, welches an diesem Abend stattfand,
teilzunehmen. Dieses Treffen war gut besucht und der rege Austausch der
Teilnehmenden sehr kommunikativ.
Am nächsten Morgen, waren wir schon zeitig auf den Beinen, um die letzten
Vorbereitungen für das Treffen zu organisieren. Alles war sehr gut
vorbereitet, so dass wir in Ruhe Kaffee kochen und die Tische eindecken
konnten.
Nach einem kurzen Mittagessen trafen auch schon die ersten Teilnehmer ein.
So viele SHG-Leiter/innen und telefonische Ansprechpartner/innen waren
noch niemals anwesend. Aus ganz Deutschland kamen sie angereist: aus
Roststock, Leipzig, Hamburg, Hannover, Soltau, Stendal, Osnabrück,
Duisburg, Dortmund, Herne, Aachen, Würzburg, Stuttgart, Göttingen und Münster.
Dementsprechend waren das Wiedersehen und auch das Kennenlernen der
„neuen“ Gesichter sehr herzlich.
Um 14.00 Uhr ging es dann pünktlich mit dem ersten angekündigten
Fachvortrag los. Herr Renner, von der BAG Selbsthilfe, referierte zum
Thema "zeitgemäße Internetauftritte in der Gesundheitsselbsthilfe".
Viele von uns nutzen bereits das Internet für die Selbsthilfearbeit.
Einige SHG’s verfügen schon über eine eigene Homepage und konnten so
wertvolle Tipps und Anregungen zur Gestaltung und zur Umsetzung ihrer HP
mitnehmen. Auch die Infos zu den rechtlichen Rahmenbedingungen eines
Internetauftrittes fand ich informativ und wissenswert.
Anschließend, nach einer kleinen Pause, referierte Frau Müller-Vahl über
den Kinofilm "Vincent will meer". Dabei ging es um die Frage,
wie die Kinobesucher die Darstellung des Tourette-Syndroms bewerten. Alle
Ergebnisse dieser Umfrage hier zu erläutern, würde an dieser Stelle zu
umfassend sein. Daher sei mir erlaubt, kurz und knapp, zusammenfassend auf
folgendes Ergebnis zu kommen: 95,7% der Kinobesucher fanden die
Darstellung der Tics überzeugend dargestellt. Der Hauptdarsteller konnte
glaubhaft und gelungen die verschiedenen Facetten eines Tourette-Syndroms
wiedergeben.
Frau Müller-Vahl machte dann auf ein neues Angebot der MH Hannover
aufmerksam. Ab sofort wird Patienten und Angehörigen die Möglichkeit
geboten, an einer ärztlich begleiteten regelmäßigen Gruppe
teilzunehmen. Inhalt der Gruppe sind auf der einen Seite spezielle Themen
wie z.b. Therapieformen, Führerschein, Begleiterkrankungen und deren
Behandlung, Möglichkeiten zur Teilnahme an Studien etc.. Auf der anderen
Seite soll Zeit für offene Fragen, Wünsche und Anregungen sein. Die
Gruppe wird von erfahrenen, seit langer Zeit in der Tourette-Sprechstunde
tätigen Fachärztinnen begleitet. Dieses neue Angebot wird von der
Regionalgruppe Hannover unterstützt und stellt eine Ergänzung zu den
Treffen der Gruppe dar.
Danach konnte Frau Müller-Vahl uns noch mit einer guten Nachricht überraschen.
Eine europaweite Forschungsstudie wurde bewilligt und wird mit 6 Mio. Euro
unterstützt. In dieser Studie geht es um die sogenannte PANDAS-Theorie.
In dieser soll ein eventueller Zusammenhang zwischen
Streptokokkeninfektionen und der Entstehung von Tics geklärt werden.
Zum Schluss des ersten Tages stellte uns der Leiter der SHG Stuttgart,
Jean Marc Lorber, sein Projekt vor. Jean-Marc hat, zusammen mit seiner
Band r8choiz, bei der Talentshow X-Factor teilgenommen. Zur Freude aller
Anwesenden ist er zwei Runden weitergekommen. Bei den Castings und beim
Auftritt der Band stellte sein Tourette keinerlei Hindernis dar. Dieses
zeigt wieder einmal sehr anschaulich, dass TS kein Grund sein muss, nicht
aktiv und präsent im Leben zu stehen. An dieser Stelle noch einmal
herzlichen Glückwunsch, wir sind schon sehr gespannt auf die Ausstrahlung
im August.
Diesen ersten informativen und abwechslungsreichen Abend, haben wir dann
alle gemeinsam in einem gemütlichen Biergarten bei Essen und guter Laune
ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen haben wir alle gemeinsam noch ein ausgiebiges Frühstück
genossen. Dieses fand wieder in den Räumen der SHG Ruhrgebiet statt. An
dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die perfekte und liebevolle
Organisation und für eure Gastfreundschaft.
Bevor sich dann gegen Mittag die Gruppe langsam auflöste, fanden noch
viele persönliche Gespräche statt. Der Vortag wurde noch einmal
besprochen und unterschiedliche Meinungsbilder, welche sich auch nach dem
Treffen noch bildeten, wurden deutlich.
Insgesamt gesehen hat mir dieses Treffen wieder einmal sehr viel Freude
bereitet. Die Themenauswahl fand ich persönlich gelungen und
abwechslungsreich. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen nächstes
Jahr in Stuttgart.
Elke Strecker (SHG Hannover)
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