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Gründung der Selbsthilfegruppe Sachsen kurz vor 14.00 Uhr bin ich an der Gaststätte "Waldesruh"
in Werdau (Sachsen) angekommen. Eine kleinere Menschenmenge stand vor dem
Gebäude. Keine Tourette-typischen Bewegungen oder Laute! Auch bei mir
nicht … Bin ich hier richtig? Zum Glück erblickte ich dann sofort Herrn Ackermann. Ja,
ich bin hier richtig, aber einfach erstaunlich, wie gut sich das
Tourette-Syndrom manchmal "verstecken" kann. Einige Teilnehmer der Veranstaltung kündigten im weiteren Verlauf spontan an, Mitglied der Tourette-Gesellschaft Deutschland werden zu wollen.
Kaffee, Kuchen und andere Getränke wurden zwischendurch
serviert. Danach wurde miteinander geredet und Meinungen ausgetauscht. Für mich ein echtes Novum war, dass dieses Mal nicht nur
die Eltern das Wort ergriffen haben, sondern die betroffenen Jugendlichen
zwischen 14 und 17 Jahren selbst über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem
TS berichteten. Drei Jugendliche waren mit ihrer Mentorin anwesend, weil
sie zum Thema "Tourette-Syndrom" für ihre Seminargruppenarbeit
recherchierten. Die "vier" haben interessant hinterfragt. Abschließend tauschten wir noch unsere Adressen und
Telefonnummern aus. Dadurch wurde auch deutlich, woher wir alle kamen: aus
Werdau, Freiberg, Altenburg, Crimmitschau, Elsterberg, Schmölln, Glauchau
etc. … Rund 3 ½ Stunden lagen zum Ende dieses Zusammentreffens
dann hinter uns und es wurde reichlich Informationsmaterial mit nach Hause
genommen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Arndt
Ackermann, der das erste Treffen in den ostdeutschen Bundesländern sehr
gut organisiert hat. Weitere Treffen der SHG Sachsen in Dresden, Leipzig
und in Thüringen sind geplant. Für sein weiteres Engagement wünschen wir ihm viel
Erfolg! Eure
Silvia Viertel
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