Silvia Viertel

 

Gründung der Selbsthilfegruppe Sachsen

kurz vor 14.00 Uhr bin ich an der Gaststätte "Waldesruh" in Werdau (Sachsen) angekommen. Eine kleinere Menschenmenge stand vor dem Gebäude. Keine Tourette-typischen Bewegungen oder Laute! Auch bei mir nicht … Bin ich hier richtig? Zum Glück erblickte ich dann sofort Herrn Ackermann. Ja, ich bin hier richtig, aber einfach erstaunlich, wie gut sich das Tourette-Syndrom manchmal "verstecken" kann.

Nachdem die Teilnehmer der Veranstaltung in der Gaststätte Platz genommen hatten, begrüßte Herr Ackermann alle herzlich und gab das Wort gleich an mich, als Vorstandsmitglied der TGD, weiter. Auf mein ganz persönliches Tourette-Syndrom konnte ich mich dann während meiner Rede wieder mal "100-prozentig verlassen" - da waren sie wieder, meine "komischen" Bewegungen und Verrenkungen. Ich überbrachte Grüße von Frau Michaela Flecken (2. Vorsitzende) und Herrn Wolf Hartmann und berichtete von der TGD allgemein, von der Vorstandsarbeit im Besonderen und beantwortete Fragen.

Einige Teilnehmer der Veranstaltung kündigten im weiteren Verlauf spontan an, Mitglied der Tourette-Gesellschaft Deutschland werden zu wollen.

 

  Arndt Ackermann

 

Herr Ackermann hielt dann einen Vortrag über den Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen, vor allem gab es Ratschläge für Eltern.

Kaffee, Kuchen und andere Getränke wurden zwischendurch serviert. Danach wurde miteinander geredet und Meinungen ausgetauscht.

Für mich ein echtes Novum war, dass dieses Mal nicht nur die Eltern das Wort ergriffen haben, sondern die betroffenen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren selbst über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem TS berichteten.

Drei Jugendliche waren mit ihrer Mentorin anwesend, weil sie zum Thema "Tourette-Syndrom" für ihre Seminargruppenarbeit recherchierten. Die "vier" haben interessant hinterfragt.

Abschließend tauschten wir noch unsere Adressen und Telefonnummern aus. Dadurch wurde auch deutlich, woher wir alle kamen: aus Werdau, Freiberg, Altenburg, Crimmitschau, Elsterberg, Schmölln, Glauchau etc. …

Rund 3 ½ Stunden lagen zum Ende dieses Zusammentreffens dann hinter uns und es wurde reichlich Informationsmaterial mit nach Hause genommen.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Arndt Ackermann, der das erste Treffen in den ostdeutschen Bundesländern sehr gut organisiert hat. Weitere Treffen der SHG Sachsen in Dresden, Leipzig und in Thüringen sind geplant.

Für sein weiteres Engagement wünschen wir ihm viel Erfolg!

Eure Silvia Viertel

 

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