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Fortbildung
für Lehrer/innen am 11.05.09 im Universitätsklinikum Ulm
Rund dreißig Teilnehmer konnten wir auf der Lehrerfortbildung in der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Ulm begrüßen,
darunter auch drei Studenten der Pädagogischen Hochschule Ulm, was mich persönlich
sehr gefreut hat. Nachdem ich die Teilnehmer begrüßt hatte und nach
einer kurzen Beschreibung der Schulproblematik meines Kindes vor Jahren,
referierte Frau PD Dr. Ludolph sehr spannend und informativ über das
Tourette-Syndrom. Eine junge Mutter, selbst betroffen, hat ihre Diagnose
erst mit 20 Jahren erhalten. Sie berichtete über ihre schwierige
Schulzeit und die Probleme, die sie hatte, da ja niemand wusste, was mit
ihr los war. Auch ein junger Mann, Abiturient, sprach über seinen
Schulalltag. Er hätte sich gerne mehr Verständnis, trotz Aufklärung über
TS, von manch einem seiner Lehrer gewünscht.
Nach der Kaffeepause, in der schon ein lebhafter Austausch zwischen den
Teilnehmern stattgefunden hatte, sprach Frau Glasschröder, Lehrerin aus München,
wieder sehr eindrucksvoll über ihre Erfahrungen mit einem Tourette-Kind
in ihrer Klasse. Zwei Jahre lang hat sie dieses Kind im Unterricht
begleitet, Höhen und Tiefen dieser Erkrankung miterlebt und im Unterricht
gemeistert. Ihre Erfahrungen mit dem Tourette-Syndrom hat sie an ihr
Lehrerkollegium weitergegeben. So konnte der Junge eine unbeschwerte
Grundschulzeit erleben und der Wechsel auf das Gymnasium problemlos
stattfinden. Viele hilfreiche Tipps vermittelte diese sehr engagierte
Lehrerin an die Teilnehmer weiter. Da Herr Schnizler leider erkrankt war,
gaben Frau Dr. Ludolph und ich noch einige Informationen zum Thema
Nachteilsausgleich. Die Zeit reichte kaum aus, alle Fragen zu beantworten
und die Resonanz, die mich nach der Veranstaltung erreichte, war groß. In
einer Email schrieb ein Teilnehmer u.a. folgendes:
Was für mich wesentlich ist, ist die
Integration bzw. die Wiedereingliederung der Kinder in die Klasse.
Das Stigma sitzt oft fest und die Kinder haben oftmals keine Möglichkeit
sich aus "diesem Gefängnis" zu befreien. Danke nochmals für
die Anregungen gerade im Bereich der Schule verstärkt mit Lehrkräften,
Schulleiter und der Klassengemeinschaft zu arbeiten. Diese werde ich
aufgreifen!
Dieses Email zeigt mir, dass wir mit unseren Lehrerfortbildungen auf dem
richtigen Weg sind und ich freue mich schon sehr auf die nächste
Veranstaltung in Hannover.
Herzliche Grüße
Ihre Michaela Flecken
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