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Fortbildung für Lehrer/innen am 31.08.09 in der MH Hannover Rund 40 Teilnehmer fanden sich im Hörsaal der MH-Hannover ein. Zunächst war ich über diese geringe Zahl etwas enttäuscht, doch das legte sich schnell. Nachdem ich die Teilnehmer/innen begrüßt und kurz über das Krankheitsbild TS bei meinem Sohn und die damit verbundene Problematik berichtet hatte, hielt Frau Prof. Dr. Müller-Vahl ihren Vortrag. Was ist ein Tourette-Syndrom, was sind die Ursachen, welche Möglichkeiten der Behandlung und Hilfestellungen im Schulalltag gibt es. In für jeden leicht verständlicher Art richtete Frau Müller-Vahl ihre Worte an die Anwesenden und untermalte ihren Vortrag mit Videos über die verschiedenen Formen einer TS-Ausprägung. Schon jetzt zeigten alle Teilnehmer ein reges Interesse, ein lebendiger Austausch entstand und viele Fragen wurden gestellt. Nach einer kurzen Kaffeepause, die viele Teilnehmer zum weiteren Austausch nutzten und sich mit Info-Material eindeckten, sprach Jule, eine junge Frau, über ihre Schul-, Ausbildungs- und Studentenzeit mit TS. Sie hat die Diagnose Tourette-Syndrom erst sehr spät erhalten und somit viel Stigmatisierung, Ausgrenzung und Unverständnis, besonders in der Schule, erlebt. Ein sehr ehrlicher und emotionaler Beitrag, für den ich ihr an dieser Stelle nochmals herzlich danken möchte. Sie hat aber auch die Kraft entwickelt, der ganzen Welt zu zeigen, ich habe da zwar was, was nicht der "Normalität" entspricht, aber, ich habe auch viel Potential in mir. Sie ist ihren Weg gegangen, ohne große Hilfe oder Unterstützung zu erhalten. Hut ab vor dieser Frau!
Nach ihr sprach Elke. Elke ist Mutter eines TS-Kindes, das seine Krankheit nicht in den Vordergrund stellen, sondern möglichst normal den Alltag und auch die Schulzeit erleben möchte. Sie las auszugsweise aus einer vor einem Jahr veröffentlichten Geschichte, in der sie das TS "personifizierte". Anschließend gab sie Tipps und Ratschläge, wie einem TS-Kind der Schulalltag erleichtert werden kann und welche Möglichkeiten des Nachteilsausgleiches es für diese Kinder gibt.
Zum Schluss fand noch ein reger, interessanter Austausch der Anwesenden statt. Viele Fragen wurden gestellt und auch so weit wie möglich beantwortet. Wieder zu Hause angekommen habe ich mich sehr über Emails der Teilnehmer gefreut, die sich für diese wunderbare Veranstaltung bedankt haben. Diesen Dank möchte ich hiermit an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, herzlich weiterleiten. Mit lieben Grüßen
MH = Medizinische Hochschule
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