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Studie "Habit
Reversal Training" bei Tic-Störungen
An der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des
Universitätsklinikums Köln wird ab August 2008 eine Studie zur
Evaluation (Beurteilung, Bewertung) von "Habit Reversal
Training" bei Kindern und Jugendlichen starten. Das "Habit
Reversal Training" ist eine verhaltenstherapeutische Technik, bei der
Patienten versuchen, statt der Tics eine andere Bewegung auszuführen bzw.
Tics umzuleiten.
Diese Studie wird voraussichtlich zwei Jahre dauern und in diesem Rahmen
sollen Kinder und Jugendliche mit einer Tic-Störung zwischen 8 und 18
Jahren mit dem -> Habit Reversal Training therapiert werden.
Anmeldungen bei: Dipl.-Psych. Katrin Bätz, Telefon 0221 -
478-86334, email: Katrin.Baetz@gmx.de
Info "Habit Reversal Training"
Die von Azrin und Nunn (1973) entwickelte und als
Reaktionsumkehr (Habit Reversal) bezeichnete Kombinationsbehandlung, ist die
wirkungsvollste verhaltenstherapeutische Behandlung von Tic-Störungen. Die
Behandlung besteht aus folgenden Komponenten: Selbstwahrnehmungstraining, Entspannungsverfahren, Training inkompatibler Reaktionen, Kontingenzmanagement
und Generalisierungstraining. Diese werden individuell auf den Patienten
abgestimmt und angewandt.
Durch ein Training der Selbstwahrnehmung werden die Sinne des
Patienten für seine Tics und deren Beeinflussbarkeit durch innere und äußere
Reize geschärft, um daraus in einem Training inkompatibler
Reaktionen eine
Gegenregulation zu den Tics zu entwickeln. Das Training inkompatibler Reaktionen
wird als die zentrale Methode bezeichnet. Eine individuelle Gegenbewegung soll
durch beispielsweise Anspannung entgegengesetzter Muskelgruppen die Tic-Reaktion
unmöglich machen. Die positive Verstärkung der einzelnen
Behandlungsschritte und der Teilerfolge soll die Motivation des Patienten
fördern und zur Symptomminderung beitragen.
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